Hundemitnahme in der Deutschen Bahn
Ich fahre bei längeren und kürzeren Reisen am liebsten mit der Bahn. Das ist nicht nur bequemer sondern auch umweltfreundlicher und oft auch schneller als die Auto- oder Flugzeugvariante. An Horrorgeschichten von Bahnreisenden mangelt es ja nicht (es gibt sogar ein eigenes Blog dafür sowie das Buch “Senk ju for träwelling”) und auch was es die öffentliche Wirkung angeht hat der Konzern in den letzten Monaten das eine oder andere Mal kein wirklich glückliches Händchen bewiesen. Ein Thema, das mir aber erst im Kontext mit dem Thema dieses Blogs untergekommen ist, ist die Mitnahme von Hunden und sonstigen Tieren in Zügen.
Wie in verschiedenen Quellen zu lesen ist, fahren die Tiere grundsätzlich wohl bis zu einer gewissen Größe umsonst mit, die sich daran misst, ob das Tier noch in eine Katzenbox passt oder nicht. Heinz-Peter Tjaden hat auf dem Blog Sajonara gerade erst Ende September seinem Ärger darüber Luft gemacht, dass die Mitnahmekonditionen seines Hundes anscheinend weniger von den Beförderungsbedingungen als von dem Goodwill und der Tierliebe des zuständigen Schaffners abhängig sind. Manche Schaffner streicheln das Tier und ernennen es zum “Bahn-Wachhund”, andere stellen entgegen der offiziellen Aussagen der hannoverschen Zentrale der Deutschen Bahn Straftickets mit erhöhtem Beförderungsentgelt aus. Über den Daumen 150 Euro muss Heinz-Peter so zusätzlich für die Mitnahme des Hundes aus Norddeutschland nach München zahlen. Bereits 2006 hat Antiteilchen im gleichnamigen Blog die eigenen Erfahrungen beim Fahrkartenkauf als Hundebesitzer beschrieben. Bei der Strecke Berlin-Düsseldorf hat er dabei die erstaunliche Feststellung gemacht, dass sein 10-Kilo-Hund (für den keine Sparpreise gelten) mit 89,- Euro genauso teuer fährt wie sein Herrchen (Gewichtsangabe nicht genannt) mit Sparpreis 50. Und auch auf dem ganz oben angesprochenen Bahnblog gibt es nicht minder amüsante Ausführungen dazu.
Die aktuellen Bedingungen zur “Mitnahme von Hunden” scheinen übrigens auch Sparpreise einzuschließen. Mit Datum dieses Blogeintrags ist zum entsprechenden Thema auf der Internetseite bahn.de zu lesen:
Sie möchten Ihren Hund mit auf die Reise nehmen? Kein Problem!
Wenn Sie einen größeren Hund mitnehmen, der nicht im Transportbehältnis als Handgepäck transportiert werden kann, zahlen Sie den halben Normal- oder Sparpreis. Diese Regelung gilt sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise. Kleine Hunde (bis zur Größe einer Hauskatze) können Sie im Transportbehälter dagegen unentgeltlich mitnehmen. Aus Sicherheitsgründen müssen größere Hunde an der Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen. Blindenführhunde und Begleithunde eines schwerbehinderten Menschen sind vom Maulkorbzwang ausgenommen.
Die Online-Buchung von Fahrkarten für Hunde ist leider nicht möglich. Auch können keine Sitzplatzreservierung für Hunde getätigt werden.
Bei internationalen Reisen zahlen Sie für Hunde grundsätzlich den Kinderfahrpreis 2. Klasse.
Bitte beachten Sie, dass für CityNightLine und DB Autozug jeweils besondere Bedingungen gelten.
In diesem Sinne wünscht der Hundeblog allen bahnfahrenden Hundehaltern eine gute, schnelle, günstige und angenehme Reise!

