Hunde-Sisyphos lernt Gesetze der Physik (15.07.2011)

“Und weiter sah ich den Sisyphos in gewaltigen Schmerzen: wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte. Ja, und mit Händen und Füßen stemmend, stieß er den Block hinauf auf einen Hügel. Doch wenn er ihn über die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das Übergewicht zurück: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter. Er aber stieß ihn immer wieder zurück, sich anspannend, und es rann der Schweiß ihm von den Gliedern, und der Staub erhob sich über sein Haupt hinaus.“
– Homer: Odyssee 11. Gesang, 593–600. Übersetzung Wolfgang Schadewaldt, Quelle: Wikipedia

Es gibt magische Momente mit Tieren, die sich nicht ausdenken oder planen lassen. Einen hat ein englischsprachiger Hundebesitzer vermutlich aus Amerika als Bewegtbild festgehalten.

Seine Bulldoge holt mehrfach mit ihrem Maul eine schweren Stein aus dem Wasser und bemerkt nach dem Trockenschütteln, dass dieser wieder zurück in selbiges gerollt ist. Da drängt sich natürlich dem Bildungsbürger sofort die Parallele zu Sisyphos auf. Im Gegensatz zu jener tragischen Gestalt aus der Antike gibt es beim Hund aber ein Happy End. Er bemerkt nach mehrmaligem Versuchsaufbau, dass er den Stein aufs Gras legen muss und am Ende ist sein Streben von Erfolg gekrönt.